09.06.2010

Mein Kompost

Manchmal überrascht es mich doch noch, dass manche Abläufe so passieren, wie sie von der Natur vorgegeben sind.

Die Rede ist von meinem Komposthaufen, den ich an eine andere Stelle verfrachten möchte. Betrachtet man diesen riesigen Haufen aus Gras, Blättern und Unkraut, so sieht man immer nur den gammelnden Dreck, den man in den letzten Monaten draufgeschmissen hat. Ab und an schaue ich mal einen Spatenstich tiefer, sehe hunderte von Insekten, rieche moderigen Geruch und buddel erst gar nicht weiter.

Doch das reicht ja n un nicht mehr, da der haufen weg muss. Nachdem die obere noch angenehme Schicht abgetragen wurde, muss ich ans eingemachte gehen. Ich buddelte tiefer im Dreck und fand das im Grunde natürliche, aber doch für mich unerwartete. Obwohl ich den Komposthaufen niemals umgegraben hatte oder sonst wie behandelt, fand ich nach nur 30cm Dreck feinste Erde. Hier und da finde ich zwar noch ein paar Stöcke oder Jahre altes Lametta (und der Weihnachtabraum war doch voll davon!), aber im Grunde besteht der Haufen aus reiner Erde. Nicht, dass ich den Ablauf des kompostierens nicht kennen würde. Es ist nur so, dass ich die nötigen Vorkehrungen immer vernachlässigt habe, weshalb der Vorgang eigentlich länger brauchen müsste. Aber es scheint ja auch so zu funktionieren.

Nun habe ich Teile schon kübelweise abgetragen und an die Vorgesehenen Stellen verteilt. Aber trotzdem, der Haufen wird einfach nicht weniger, was aber gut ist, denn so kann ich meiner Wiese endlich den gefallen tun, den ich schon immer machen wollte. Ihr richtige Erde geben.

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